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Hier ist das vierte Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch und ihr lest es.

4
Den ganzen Tag verkroch Kim sich in ihrem Zimmer. Ihre Mutter fragte sich warum und fragte Bennie, ob er etwas wusste. Doch Bennie sagte nichts. „Wahrscheinlich ist sie schlecht gelaunt.“, meinte er.
„Kannst du nicht mal mit ihr reden?“, fragte Bennie’s Mutter. Bennie seufzte und ging zu Kims Zimmer. Ihre Tür war verschlossen. Er klopfte.
„NEIN!“, fauchte Kim, die dachte, es wäre ihre Mutter.
„Kim mach auf. Ich bin’s.“, meinte Bennie. Langsam ging die Tür auf. „Darf ich reinkommen?“, fragte Bennie, da Kim ihre Tür nur eine Hand breit geöffnet hatte.
Kim öffnete die Tür ganz, lies Bennie rein und schloss die Tür wieder. „Mama macht sich Sorgen um dich.“ –„Das braucht sie nicht!“, erklärte Kim. „Ach ehrlich?“, fragte Bennie. „Ehrlich nicht! Was soll schon sein?“, schrie Kim und bereute es Bennie rein gelassen zu haben. „Na gut…ich dachte ja nur…“, Bennie schaute aus dem Fenster. Dabei schaute er kurz auf den Schreibtisch, wo Ambers, Amys  und Nicoles Mathehefter lagen. „Was dachtest du?“, fauchte Kim. „Ich dachte nur das du mir etwas erzählen willst, aber anscheinend ist das dir zu doof geworden mit deinem Bruder zu reden.“, Kim bekam Tränen in die Augen. Wie gerne würde sie mit ihm darüber reden. Doch sie konnte das einfach nicht. „Also, wenn nichts ist, geh ich wieder.“, Bennie ging.
Kim schloss wieder die Tür. Sie ging auf ihren Balkon. Sie atmete tief durch. Warum wollte sie es Bennie denn nicht erzählen? Sie wusste doch dass er es nur gut meinte. Früher hatten sie sich doch auch alles erzählt und alle Probleme besprochen. Sie ging zurück in ihr Zimmer und heulte in ihr Kissen.
Während Kim in ihr Kissen heulte, kam Amber vom shoppen zurück. Sie schloss die Tür. Anscheinend war niemand da. Doch als sie in die Küche kam stand ihr Stiefbruder Steven da, er war genau wie Bennie 16! „He Amber.“, begrüßte er sie und wollte ihr die Jacke ausziehen. „Das kann ich alleine!“, meinte Amber und zog ihre Jacke aus. Amber setzte sich auf einen Stuhl, als sie plötzlich Gänsehaut bekam. Steven massierte sie. „Steven, lass das.“ –„Nein.“, flüsterte er und fing an ihren Hals zu küssen. Amber wollte aufspringen, doch Steven drückte sie zurück auf den Stuhl. „Steven…Lass mich.“, Steven küsste sie  vom Hals bis zur Schulter und schob dabei den einen Träger ihres Tops  runter. Amber fing an zu zittern. Dieses mal wollte er sie nicht mehr gehen lassen. „Steven…lass mich los…lass mich!“, wieder versuchte sie aufzustehen, doch er lies sie nicht gehen. Er schob ihr noch den anderen Träger nach unten. Amber nahm ihre ganze Kraft und riss sich los. Sie rannte in ihr Zimmer und schloss ab. Steven hämmerte gegen die Tür. „HAU AB!“, schrie Amber. Man hörte wie eine Autotür zuging. Amber rannte zum Fenster. Ein Glück, ihre Mutter kam! Es klopfte an der Tür. „Ja?“, Ambers Mutter kam rein. „Hallo…wie war die Schule?“, fragte sie. „Wie immer.“, erklärte Amber.
Kim schaute auf. Sie konnte nicht mehr weinen. Sie hatte keine Träne mehr. Plötzlich klingelte ihr Handy. Doch sie merkte es erst nach dem fünften klingeln. Schnell ging sie ran.
„Hallo?“, fragte sie. „HIIIIIIIIIIII!!!!“, schrieen ihr drei Mädels ins Ohr. „He ihr drei.“, meinte Kim und etwas stach in ihrem Herzen.
„Wie geht es dir?“, fragte Peppy. „Gut.“, log Kim. Die vier redeten eine halbe Stunde.
Am nächsten Morgen in der Schule.
Nina und Laura, hatten sich mit Katlin gestritten und standen bei ein paar anderen Mädchen. Katlin meckerte die ganze Zeit und kurz vor der ersten Pause passierte es.
Katlin stolperte und fiel die Treppe runter. Der Arzt kam und brachte sie mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus. Kim schaute ihr traurig nach. Oben an der Treppe standen Amber, Amy und Nicole. „He, hast du alles dabei?“, fragte Amber und kam die Treppe runter. Sie stellte sich so dicht an Kim, dass sich ihre Nasen fast berührten.
„Du hast ein Glück.“, motze Amber plötzlich. „Warum?“, fragte Kim ängstlich. „Du solltest eigentlich über meinen Fuß stolpern!“, Kim blickte Amber verängstigt an. „So und jetzt gib mir Mathe und die 30 Euro!“ –„30?“, fragte Kim und ihr Herz raste. „Natürlich 30 Euro. Jeden Tag wo du das Geld nicht mitbringst, geht es um 5 Euro hoch!“, grinste Amber. Grinsend kamen Nicole und Amy die Treppe runter. „Will da jemand ne Abreibung?“, fragte Nicole. „Glaube schon.“, feixte Amy. „Klar will sie das, mal sehen wann!“, Amber riss ihr die Mathehefte aus der Hand trat ihr auf den Fuß und ging. Kim schaute ihnen nach.
„Hilfe, ich brauche Hilfe!“, dachte sie, aber sie traute sich nicht irgendjemanden bescheid zu sagen.
Der Tag verlief ganz normal, in den Pausen stand sie bei Nina und Laura. Die jedoch beachteten sie gar nicht. Doch nach der sechsten  Stunde, kamen beide zu ihr, hackten sich bei ihr ein und gingen  mit ihr zur Bushaltestelle. „Wäre das nicht schön, wenn man Freunde hätte?“, meinte Nina. Kim schaute auf Nina. „Hätte?“ –„Ja, hätte!“, meinte Nina und ging mit ihr und Laura an der Bushaltestelle vorbei.
„Danke schön ihr beiden.“, meinte Amber. Nina und Laura gaben Kim Amber. „So du Schlampe, jetzt bekommst du, was du verdienst!“, Amy und Nicole packten sie wieder und brachten sie in die Ecke von gestern. „Das ist dafür, das du uns gestern Mathe nicht gemacht hast!“. Sie schlugen Kim ins Gesicht.
Kims Kopf dröhnte. Der Schlag kam so unvermutet, das der Schreck den Schmerz überlagerte. Er jagte durch Kims Eingeweide und fuhr in ihre Knochen. Ihre Knie begannen an zu zittern. „Schrei! Ruf Hilfe!“, dachte sie. „Jetzt du!“, meinte Amber und wechselte mit Amy.
„Du miese Schlampe. Jetzt kriegst du was du verdienst! Was willst du lieber: Tritt vors Schienbein oder Tritt zwischen die Beine? Beides sehr beliebt!“, doch  nach drei Sekunden hatte sich Amy für einen heftigen tritt in den Magen entschieden. „AAAHHH!“, schrie Kim. „KLAPPE!“, meinte Nicole und schlug ihr von hinten heftig auf den Kopf.
„HE!“, schrie plötzlich eine Stimme. Amber und Co. drehten sich um. „Lasst sie in Ruhe!“, meinte Phillip. Die drei liefen weg. Kim sackte zu Boden. „Wou, wou, wou…“, Phillip fing sie auf. „He, du bist doch die kleine Schwester von Bennie. Ich bin in seiner Klasse.“, Phillip stellte sie auf ihre Füße. „Geht’s?“, fragte Phillip. „Ja…“, nickte Kim. „Danke…“. „He, war doch selbstverständlich. Dein Bruder ist doch ein Kumpel von mir!“ –„Woher kennst du ihn?“, fragte Kim, die alles nur verschwommen wahrnahm. „Er ist in meiner Klasse.“ –„Ach so. Toll, den Bus hab ich verpasst.“ –„Ich fahr dich mit dem Roller.“
Die beiden gingen zu einem Roller. Phillip gab ihr einen Helm. „Danke.“, meinte sie und setzte sich. „Wen du unsicher bist, kannst du die Hände um meinen Bauch legen.“, erklärte Phillip. Das tat sie und nach 15 Minuten, waren sie da.
„Phillip, wenn du meinen Bruder kennst, dann sag ihm bitte nichts hier von.“ –„Wenn du das willst, halt ich den Mund.“ –„Danke.“, Kim ging.
Bennie war in seinem Zimmer. Zum Glück hörte er nicht, das Kim zurückkam. Sonst hätte er sie bestimmt wieder mit fragen überschüttet. Als sie in ihrem Zimmer in den Spiegel sah, sah sie das sie grauenhaft aussah, sie hatte ein blaues Auge, ihre Lippe war aufgerissen und ihre Nase sah so aus, als wäre sie gebrochen. Sie nahm sich ein kühles Tuch und legte es neben ihr Auge. Ihre Schläfe pochte vor schmerz. Plötzlich klopfte es an der Tür. Schnell warf Kim den Lappen weg, legte sich so hin, das nichts von dem blauen Fleck zu sehen war, fuhr sich noch mal über die Lippe, damit man die letzten Reste Blut nicht mehr sehen konnte und meinte nur:„Was ist?“. Bennie kam rein. „Ich hab gar nicht gehört dass du rein gekommen bist.“ –„Muss ich etwa immer zu dir kommen wenn ich nach Hause komme?“ –„Nein, aber du kamst nicht mit dem Bus nach Hause.“ –„Und? Ich hatte eben Lust zu Fuß zu gehen.“ –„Das glaub ich dir nicht, dann wärst du jetzt noch nicht da. Und was ist mit deinem Auge? He!?“ –„Was soll schon sein?!“ –„Wer hat dir das Feilchen verpasst?“ –„Nina. Sie wollte mir was zeigen, da hat sie mir aus versehen eine verpasst!“, log sie. „Kim! Sag mir was dich bedrückt. Was ist los?!“ –„Nichts Bennie, glaub mir.“, meinte Kim und drehte den Kopf weg, damit Bennie die Tränen die ihr gerade in die Augen stiegen nicht sah. „Schön, wenn du es mir nicht sagen willst dann lass es eben! Aber glaub ja nicht, das ich dir dann bald helfe wenn du meine Hilfe brauchst!“, Bennie ging.
Tränen liefen ihr übers Gesicht. Warum konnte sie Bennie nicht alles erzählen? Sie war sich sicher, er würde sie verstehen. Er hat sie immer verstanden. Egal was war. Sie waren ein Team. Zusammen haben sie ihre Eltern schon des Öfteren zur Weißglut getrieben. Sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Warum jetzt nicht, jetzt wo Kim doch jemanden brauchte, der sie verstand. Aber sie konnte es einfach niemanden sagen. Sie konnte einfach nicht. Sie wusste dann würde Amber sie noch mehr quälen. Sie durfte es einfach nicht erzählen. Irgendwann würde Amber wohl damit aufhören. 
Kim wischte sich die Tränen weg und legte das kalte Tuch wieder auf das Feilchen.
Am nächsten Tag in der Schule. Kim hatte natürlich alles dabei. Das Geld und auch die Hausaufgaben. „Super Plenske. Da du so gut mit uns um gehst, bringst du uns jetzt jeden Tag fünf Euro mit. Kapiert?“, fragte Amber. Kim nickte. Amber schlug ihr mit voller Wucht auf die Brust:„Kapiert?!“ –„Ja…“, sagte Kim und fast sich an die Brust. Sie nahm tief Luft. „Gut.“, grinste Amber und steckte das Geld weg. Nicole grinste Kim gemein an.
Kim saß alleine in einer Ecke. Sie wünschte Katlin wäre hier. Dann sähe sie nicht aus wie so ein Loser, der keine Freunde hatte. Sie musste etwas ändern. Am nächsten Tag würde sie zu ihr ins Krankenhaus gehen. Das würde bestimmt lustig. Bennie stand wieder bei seinen Freunden. „Haben sich Katlin und Kim gestritten?“, fragte er Phillip. „Nein. Katlin liegt ihm Krankenhaus. Gebrochener Fuß.“, erklärte Phillip.
Am Nachmittag.
Bennie klopfte bei Kim. Die jedoch lag nur auf ihrem Bett und sagte nichts. Also kam Bennie einfach so rein. „He…was ist los…bitte sag es mir…“, Kim schüttelte nur den Kopf. „Warum denn nicht?“ –„Ich kann es dir nicht sagen…“, meinte Kim und kämpfte mit den Tränen. Bennie strich ihr über den Kopf. „Du kannst, und das weißt du genau.“, Kim schüttelte wieder nur den Kopf und sprang auf. Bennie schaute sie traurig an. „Bitte Bennie geh jetzt…“, er stand auf und ging. 
Die nächste Woche lief genau so ab wie die letzten Tage. Kim ging es immer schlechter. Nur Bennie bekam davon was mit. Ihre Eltern waren so beschäftigt, dass sie nur noch selten zu Hause waren.

 

31.12.06 15:38
 


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