* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* Themen
     Schule
     Geschichten






So das fünfte Kapitel machen wir auch gleich noch. Kleine Vorwarnung: Im nächsten Kapitel gibt es eine Person weniger !!!

5
Kim wollte zu Katlin ins Krankenhaus. „HALT!“, Bennie stellte sich Kim in den Weg und hielt die Haustür zu. „Du sagst mir jetzt auf der Stelle, was los ist!  Du siehst ja furchtbar aus!“, Kim ließ die Jacke sinken. Mühsam versuchte sie, ganz normal auszusehen, und erwiderte den Blick ihres Bruders. Bennie starrte Kim forschend ins Gesicht. „Los. Sag schon. Piesacken sie dich?!“, fragte Bennie leise und ging einen Schritt auf sie zu.
Als Kim dieses Wort hörte brach sie in Tränen aus. Die Scham schnürte ihr den Brustkorb zu. Sie konnte nur noch nicken und hob die Jacke vors Gesicht. Sie wollte sich verstecken. Keiner sollte, oder durfte sie so sehen. So hilflos, so schutzlos, so schwach!
Sie spürte wie Bennie sie umarmte. Das tat Kim gut. „Wer ist es?“, fragte Bennie nur. Kim zuckte mit den Schultern. „Aha. Du willst sie auch noch schützen. Es sind doch eh Amber, Amy und Nicole!“, Kim nickte und vergrub das  Gesicht in Bennie’s Brust. Es war ihr egal woher er das wusste. „Hält noch jemand zu dir? Weiß ein Lehrer davon? Weiß überhaupt jemand davon?“.
Das waren einfach zu viele Fragen für Kim. Also schüttelte sie einfach nur noch den Kopf und  klammerte sich verzweifelt an Bennie. Bennie nahm ihr sanft die Jacke weg und strich ihr über den Kopf:„Mann muss die drei stoppen. Du musst mit jemanden darüber reden!“
Kim verkrampfte sich:„Katlin weiß davon, aber die liegt im Krankenhaus und kann mir nicht helfen.“ Bennie schaute ihr immer noch in die Augen. „Keiner kann mir helfen! AUCH DU NICHT!“, und mit diesen Worten schob Kim Bennie zur  Seite und lief davon.
„KIM! Das hat nichts mit dir zu tun. NICHTS!“, rief Bennie ihr nach.
Kim kam im Krankenhaus an. „Hallo!“, begrüßte Katlin sie glücklich. „Und, wie geht es dir?“, fragte Kim. „Schon besser. Morgen bekomm ich die Fäden gezogen!“ –„Super!“. Die beiden redeten  und lachten viel.
Nach einer Stunde ging sie. Als sie an einem Arzt vorbei kam, der mit einem  Polizisten und einem Mann redete, blieb sie wie versteinert stehen.
„Wie geht es dem Jungen?“, fragte der Mann aufgeregt. „Er wird gerade Not operiert. Herr Pol, ich brauche noch Name des Jungen und Telefonnummer!“, der Arzt wendete sich an den Polizisten. „Der Junge ist 16 und heißt Bennie Münchner…Telefonnu…“ –„BENNIE?!“, schrie Kim. „Was ist mit ihm?“ –„Kennst du ihn?“, fragte der Polizist. „Das ist mein Bruder!“, meinte Kim und ihr Herz rast noch schneller, wie wenn Amber sie verprügelte. „Es tut mir Leid, aber dein Bruder wurde angefahren und hat eine Lebensgefährliche Kopfverletzung.“, erklärte der Arzt. Tränen schossen ihr in die Augen. „Wo ist er?“, fragte sie. „Du kannst im Moment nicht zu ihm. Aber du kannst an der Info warten.“, der Polizist gab dem Arzt die Telefonnummer von Kim. Kim saß an der Info. Ihr Kopf war voller Gedanken.
Bennie, auf der Intensiv, Lebensgefährliche Kopfverletzung?! Sie hatte noch gehört wie der Arzt meinte, es würde sehr schlecht um ihn stehen, bevor die Fahrstuhltür zu glitt. Ihr war schlecht. Das durfte doch nicht war sein.
Plötzlich sah sie ihre Eltern durch die Tür kommen. „Kim!“ –„Mama…“, sie rannte in die Arme ihrer Mutter und fing an zu weinen. „Ganz ruhig.“, meinte ihre Mutter und strich ihr über den Kopf. Nach einer Stunde kam ein Arzt zu ihnen.
„Familie Münchner?“, fragte der Arzt. „Ja?“, fragte Siemone. „Wir konnten ihren Sohn retten, doch er ist ins Koma gefallen.“ –„Können wir zu ihm?“, fragte Jörg. „3. Stock Zimmer 285.“, Kim rannte los. „Kim!“, rief Siemone. „Lass sie.“, meinte ihr Vater.
Kim öffnete die Tür. Ein Piepen und Surren war zu hören. Bennie war an viele Geräte angeschlossen. Ein kaltes Licht schien von der Decke. Bennie war Kreideweiß und seine Lippen bläulich. Sie erkannte ihn fast nicht wieder, wie er so da lag, angeschlossen an tickenden und surrenden Geräte, die ihm am Leben hielten.
Nun kamen auch ihre Eltern. Kim saß neben Bennie auf einem Stuhl. Stumme Tränen liefen ihr das Gesicht runter. Das war 100-mal schlimmer, wie das was Amber mit ihr machte. „Lass uns gehen.“, meinte Siemone. „Nein. Ich will hier bleibe.“, meinte Kim. „Das bin ich ihm schuldig.“ –„Nein. Komm du musst morgen in die Schule.“, meinte Jörg. „Ich geh nicht in die Schule!“, Siemone und Jörg schauten sich ratlos an. „Komm mit, du musst morgen nicht in die Schule. Wir fahren morgen früh direkt hier hin.“, bot Siemone an. „Aber, was wenn er heute Nacht stirbt?“ –„Er wird nicht sterben.“, meinte Jörg. Die drei fuhren nach Hause und Kim heulte in ihr Kissen. Sie machte die Nacht kein Auge zu und weinte nur noch. Doch um drei Uhr siegte die Müdigkeit, dann doch über die Angst.
Kim träumte furchtbar.
Sie rannte eine Straße entlang. Vor ihr lief Bennie. Sie wollte ihn packen, doch plötzlich schleifte sie jemand zurück. Jemand schlug ihr ins Gesicht. Brennender Schmerz durchfuhr sie und Amber lachte. Doch Kim hatte nur Augen für Bennie, der gerade über eine Kreuzung lief. „Bennie!“, schrie sie. Wumm wieder ein Schlag ins Gesicht. Plötzlich hörte man Autoreifen quietschen und einen Schrei. „BENNIE!“, ihr Bruder flog gegen die Windschutzscheibe und knallte auf die Straße. Nun schlugen alle auf sie ein. Doch das war ihr egal. Bennie lag da vorne
das Auto samt Fahrer war weg. „BENNIE!“, schrie sie wieder, denn unter Bennie bildete sich eine große Blutpfütze. Bennie war am verbluten! „Lasst mich!“, Kim riss sich los und rannte zu ihm. Doch Bennie war schon tot.
Kim schreckte aus dem Schlaf und schaute auf die Uhr. Halb acht. Sie lief nach unten in die Küche. „Morgen.“, sagte ihre Mutter, die wohl genau so “gut“ geschlafen hatte, wie Kim. „Wann fahren wir?“, wollte Kim wissen. „Wenn du was gegessen hast.“, meinte ihr Vater. Kim aß schnell ein Toast.
Sie setzten sich ins Auto und fuhren ins Krankenhaus. Bennie lag immer noch wie tot im Bett, angeschlossen an viele Geräte.
Irgendwann stand Kim auf:„Ich geh mal zu Katlin, die liegt ja auch hier.“ –„Okay…“, meinte ihre Mutter. Kim lief eine Etage höher.
„Hey, was machst du denn hier? Haben wir Schulfr…Wie siehst du denn aus?“, fragte Katlin. „Bennie liegt im Koma…“, meinte Kim. Katlin schlug sich die Hand vor den Mund. „Er wurde angefahren.“, wieder schossen Kim Tränen in die Augen. „Oh Gott…Kim…“, sagte Katlin und legte den Arm um sie. „Er wird wieder gesund. Das verspreche ich dir.“ –„So was soll man nicht versprechen.“, meinte Kim und Tränen liefen über ihr Gesicht. „Dann eben nicht…“
Nach einer viertel Stunde ging Kim zurück. Bennie regte sich an diesem Tag nicht ein Mal. Am Abend fuhr Kim wieder nach Hause und packte 10 Euro ein.
„Jörg ich mach mir Sorgen um Kim! Irgendwas stimmt nicht mit ihr.“ –„Sie hat wahrscheinlich nur Angst um Bennie.“, meinte Kims Vater. „Na ja. Wahrscheinlich hast du Recht.“, sagte Siemone.
31.12.06 15:40


Hier ist das vierte Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch und ihr lest es.

4
Den ganzen Tag verkroch Kim sich in ihrem Zimmer. Ihre Mutter fragte sich warum und fragte Bennie, ob er etwas wusste. Doch Bennie sagte nichts. „Wahrscheinlich ist sie schlecht gelaunt.“, meinte er.
„Kannst du nicht mal mit ihr reden?“, fragte Bennie’s Mutter. Bennie seufzte und ging zu Kims Zimmer. Ihre Tür war verschlossen. Er klopfte.
„NEIN!“, fauchte Kim, die dachte, es wäre ihre Mutter.
„Kim mach auf. Ich bin’s.“, meinte Bennie. Langsam ging die Tür auf. „Darf ich reinkommen?“, fragte Bennie, da Kim ihre Tür nur eine Hand breit geöffnet hatte.
Kim öffnete die Tür ganz, lies Bennie rein und schloss die Tür wieder. „Mama macht sich Sorgen um dich.“ –„Das braucht sie nicht!“, erklärte Kim. „Ach ehrlich?“, fragte Bennie. „Ehrlich nicht! Was soll schon sein?“, schrie Kim und bereute es Bennie rein gelassen zu haben. „Na gut…ich dachte ja nur…“, Bennie schaute aus dem Fenster. Dabei schaute er kurz auf den Schreibtisch, wo Ambers, Amys  und Nicoles Mathehefter lagen. „Was dachtest du?“, fauchte Kim. „Ich dachte nur das du mir etwas erzählen willst, aber anscheinend ist das dir zu doof geworden mit deinem Bruder zu reden.“, Kim bekam Tränen in die Augen. Wie gerne würde sie mit ihm darüber reden. Doch sie konnte das einfach nicht. „Also, wenn nichts ist, geh ich wieder.“, Bennie ging.
Kim schloss wieder die Tür. Sie ging auf ihren Balkon. Sie atmete tief durch. Warum wollte sie es Bennie denn nicht erzählen? Sie wusste doch dass er es nur gut meinte. Früher hatten sie sich doch auch alles erzählt und alle Probleme besprochen. Sie ging zurück in ihr Zimmer und heulte in ihr Kissen.
Während Kim in ihr Kissen heulte, kam Amber vom shoppen zurück. Sie schloss die Tür. Anscheinend war niemand da. Doch als sie in die Küche kam stand ihr Stiefbruder Steven da, er war genau wie Bennie 16! „He Amber.“, begrüßte er sie und wollte ihr die Jacke ausziehen. „Das kann ich alleine!“, meinte Amber und zog ihre Jacke aus. Amber setzte sich auf einen Stuhl, als sie plötzlich Gänsehaut bekam. Steven massierte sie. „Steven, lass das.“ –„Nein.“, flüsterte er und fing an ihren Hals zu küssen. Amber wollte aufspringen, doch Steven drückte sie zurück auf den Stuhl. „Steven…Lass mich.“, Steven küsste sie  vom Hals bis zur Schulter und schob dabei den einen Träger ihres Tops  runter. Amber fing an zu zittern. Dieses mal wollte er sie nicht mehr gehen lassen. „Steven…lass mich los…lass mich!“, wieder versuchte sie aufzustehen, doch er lies sie nicht gehen. Er schob ihr noch den anderen Träger nach unten. Amber nahm ihre ganze Kraft und riss sich los. Sie rannte in ihr Zimmer und schloss ab. Steven hämmerte gegen die Tür. „HAU AB!“, schrie Amber. Man hörte wie eine Autotür zuging. Amber rannte zum Fenster. Ein Glück, ihre Mutter kam! Es klopfte an der Tür. „Ja?“, Ambers Mutter kam rein. „Hallo…wie war die Schule?“, fragte sie. „Wie immer.“, erklärte Amber.
Kim schaute auf. Sie konnte nicht mehr weinen. Sie hatte keine Träne mehr. Plötzlich klingelte ihr Handy. Doch sie merkte es erst nach dem fünften klingeln. Schnell ging sie ran.
„Hallo?“, fragte sie. „HIIIIIIIIIIII!!!!“, schrieen ihr drei Mädels ins Ohr. „He ihr drei.“, meinte Kim und etwas stach in ihrem Herzen.
„Wie geht es dir?“, fragte Peppy. „Gut.“, log Kim. Die vier redeten eine halbe Stunde.
Am nächsten Morgen in der Schule.
Nina und Laura, hatten sich mit Katlin gestritten und standen bei ein paar anderen Mädchen. Katlin meckerte die ganze Zeit und kurz vor der ersten Pause passierte es.
Katlin stolperte und fiel die Treppe runter. Der Arzt kam und brachte sie mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus. Kim schaute ihr traurig nach. Oben an der Treppe standen Amber, Amy und Nicole. „He, hast du alles dabei?“, fragte Amber und kam die Treppe runter. Sie stellte sich so dicht an Kim, dass sich ihre Nasen fast berührten.
„Du hast ein Glück.“, motze Amber plötzlich. „Warum?“, fragte Kim ängstlich. „Du solltest eigentlich über meinen Fuß stolpern!“, Kim blickte Amber verängstigt an. „So und jetzt gib mir Mathe und die 30 Euro!“ –„30?“, fragte Kim und ihr Herz raste. „Natürlich 30 Euro. Jeden Tag wo du das Geld nicht mitbringst, geht es um 5 Euro hoch!“, grinste Amber. Grinsend kamen Nicole und Amy die Treppe runter. „Will da jemand ne Abreibung?“, fragte Nicole. „Glaube schon.“, feixte Amy. „Klar will sie das, mal sehen wann!“, Amber riss ihr die Mathehefte aus der Hand trat ihr auf den Fuß und ging. Kim schaute ihnen nach.
„Hilfe, ich brauche Hilfe!“, dachte sie, aber sie traute sich nicht irgendjemanden bescheid zu sagen.
Der Tag verlief ganz normal, in den Pausen stand sie bei Nina und Laura. Die jedoch beachteten sie gar nicht. Doch nach der sechsten  Stunde, kamen beide zu ihr, hackten sich bei ihr ein und gingen  mit ihr zur Bushaltestelle. „Wäre das nicht schön, wenn man Freunde hätte?“, meinte Nina. Kim schaute auf Nina. „Hätte?“ –„Ja, hätte!“, meinte Nina und ging mit ihr und Laura an der Bushaltestelle vorbei.
„Danke schön ihr beiden.“, meinte Amber. Nina und Laura gaben Kim Amber. „So du Schlampe, jetzt bekommst du, was du verdienst!“, Amy und Nicole packten sie wieder und brachten sie in die Ecke von gestern. „Das ist dafür, das du uns gestern Mathe nicht gemacht hast!“. Sie schlugen Kim ins Gesicht.
Kims Kopf dröhnte. Der Schlag kam so unvermutet, das der Schreck den Schmerz überlagerte. Er jagte durch Kims Eingeweide und fuhr in ihre Knochen. Ihre Knie begannen an zu zittern. „Schrei! Ruf Hilfe!“, dachte sie. „Jetzt du!“, meinte Amber und wechselte mit Amy.
„Du miese Schlampe. Jetzt kriegst du was du verdienst! Was willst du lieber: Tritt vors Schienbein oder Tritt zwischen die Beine? Beides sehr beliebt!“, doch  nach drei Sekunden hatte sich Amy für einen heftigen tritt in den Magen entschieden. „AAAHHH!“, schrie Kim. „KLAPPE!“, meinte Nicole und schlug ihr von hinten heftig auf den Kopf.
„HE!“, schrie plötzlich eine Stimme. Amber und Co. drehten sich um. „Lasst sie in Ruhe!“, meinte Phillip. Die drei liefen weg. Kim sackte zu Boden. „Wou, wou, wou…“, Phillip fing sie auf. „He, du bist doch die kleine Schwester von Bennie. Ich bin in seiner Klasse.“, Phillip stellte sie auf ihre Füße. „Geht’s?“, fragte Phillip. „Ja…“, nickte Kim. „Danke…“. „He, war doch selbstverständlich. Dein Bruder ist doch ein Kumpel von mir!“ –„Woher kennst du ihn?“, fragte Kim, die alles nur verschwommen wahrnahm. „Er ist in meiner Klasse.“ –„Ach so. Toll, den Bus hab ich verpasst.“ –„Ich fahr dich mit dem Roller.“
Die beiden gingen zu einem Roller. Phillip gab ihr einen Helm. „Danke.“, meinte sie und setzte sich. „Wen du unsicher bist, kannst du die Hände um meinen Bauch legen.“, erklärte Phillip. Das tat sie und nach 15 Minuten, waren sie da.
„Phillip, wenn du meinen Bruder kennst, dann sag ihm bitte nichts hier von.“ –„Wenn du das willst, halt ich den Mund.“ –„Danke.“, Kim ging.
Bennie war in seinem Zimmer. Zum Glück hörte er nicht, das Kim zurückkam. Sonst hätte er sie bestimmt wieder mit fragen überschüttet. Als sie in ihrem Zimmer in den Spiegel sah, sah sie das sie grauenhaft aussah, sie hatte ein blaues Auge, ihre Lippe war aufgerissen und ihre Nase sah so aus, als wäre sie gebrochen. Sie nahm sich ein kühles Tuch und legte es neben ihr Auge. Ihre Schläfe pochte vor schmerz. Plötzlich klopfte es an der Tür. Schnell warf Kim den Lappen weg, legte sich so hin, das nichts von dem blauen Fleck zu sehen war, fuhr sich noch mal über die Lippe, damit man die letzten Reste Blut nicht mehr sehen konnte und meinte nur:„Was ist?“. Bennie kam rein. „Ich hab gar nicht gehört dass du rein gekommen bist.“ –„Muss ich etwa immer zu dir kommen wenn ich nach Hause komme?“ –„Nein, aber du kamst nicht mit dem Bus nach Hause.“ –„Und? Ich hatte eben Lust zu Fuß zu gehen.“ –„Das glaub ich dir nicht, dann wärst du jetzt noch nicht da. Und was ist mit deinem Auge? He!?“ –„Was soll schon sein?!“ –„Wer hat dir das Feilchen verpasst?“ –„Nina. Sie wollte mir was zeigen, da hat sie mir aus versehen eine verpasst!“, log sie. „Kim! Sag mir was dich bedrückt. Was ist los?!“ –„Nichts Bennie, glaub mir.“, meinte Kim und drehte den Kopf weg, damit Bennie die Tränen die ihr gerade in die Augen stiegen nicht sah. „Schön, wenn du es mir nicht sagen willst dann lass es eben! Aber glaub ja nicht, das ich dir dann bald helfe wenn du meine Hilfe brauchst!“, Bennie ging.
Tränen liefen ihr übers Gesicht. Warum konnte sie Bennie nicht alles erzählen? Sie war sich sicher, er würde sie verstehen. Er hat sie immer verstanden. Egal was war. Sie waren ein Team. Zusammen haben sie ihre Eltern schon des Öfteren zur Weißglut getrieben. Sie hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Warum jetzt nicht, jetzt wo Kim doch jemanden brauchte, der sie verstand. Aber sie konnte es einfach niemanden sagen. Sie konnte einfach nicht. Sie wusste dann würde Amber sie noch mehr quälen. Sie durfte es einfach nicht erzählen. Irgendwann würde Amber wohl damit aufhören. 
Kim wischte sich die Tränen weg und legte das kalte Tuch wieder auf das Feilchen.
Am nächsten Tag in der Schule. Kim hatte natürlich alles dabei. Das Geld und auch die Hausaufgaben. „Super Plenske. Da du so gut mit uns um gehst, bringst du uns jetzt jeden Tag fünf Euro mit. Kapiert?“, fragte Amber. Kim nickte. Amber schlug ihr mit voller Wucht auf die Brust:„Kapiert?!“ –„Ja…“, sagte Kim und fast sich an die Brust. Sie nahm tief Luft. „Gut.“, grinste Amber und steckte das Geld weg. Nicole grinste Kim gemein an.
Kim saß alleine in einer Ecke. Sie wünschte Katlin wäre hier. Dann sähe sie nicht aus wie so ein Loser, der keine Freunde hatte. Sie musste etwas ändern. Am nächsten Tag würde sie zu ihr ins Krankenhaus gehen. Das würde bestimmt lustig. Bennie stand wieder bei seinen Freunden. „Haben sich Katlin und Kim gestritten?“, fragte er Phillip. „Nein. Katlin liegt ihm Krankenhaus. Gebrochener Fuß.“, erklärte Phillip.
Am Nachmittag.
Bennie klopfte bei Kim. Die jedoch lag nur auf ihrem Bett und sagte nichts. Also kam Bennie einfach so rein. „He…was ist los…bitte sag es mir…“, Kim schüttelte nur den Kopf. „Warum denn nicht?“ –„Ich kann es dir nicht sagen…“, meinte Kim und kämpfte mit den Tränen. Bennie strich ihr über den Kopf. „Du kannst, und das weißt du genau.“, Kim schüttelte wieder nur den Kopf und sprang auf. Bennie schaute sie traurig an. „Bitte Bennie geh jetzt…“, er stand auf und ging. 
Die nächste Woche lief genau so ab wie die letzten Tage. Kim ging es immer schlechter. Nur Bennie bekam davon was mit. Ihre Eltern waren so beschäftigt, dass sie nur noch selten zu Hause waren.

 

31.12.06 15:38


Meine Schule

Meine Schule ist so ziemlich die hässlichste Schule, die ich je gesehen habe. Von außen sieht sie aus wie ein Altenheim oder Krankenhaus.Man könnte auch meinen es wäre eine Klappsmühle oder ein Kinderheim. Aber nein, es ist die Realschule Zell.

Aber das Äußere ist zum vergleich zu Innen, ein wahrer Traum. Innen könnte man meinen es wäre das zu Hause eines geisteskranken Künstlers. Die Gänge sind von unsrem Kunstlehrer Richie bemalt. Die "Kunst" die seine Schüler vollbringen werden überall hin gestellt und stehen da so fünf Jahre rum. Bilder von Schülern werden aufgehangen, Statuen und Holzarbeiten aufgestellt und alles steht so lange darum, bis man es irgendwann unter einer dicken Staubschicht wieder findet.

Das einzig gute an unsrer Schule sind die Klassenräume. Jede Klasse darf sich ein Wandbild malen. Da kommen dann ganz schön coole Sachen raus. Zum Beispiel die Simpsons oder Happy Tree Friends.

Alles in allem ist unsre Schule ganz schön verrückt, wenn ihr mehr über sie wissen wollt, dann könnt ihr ja mal auf die Homepage. www.realschule-zell.de  

31.12.06 15:30


Herzlich willkommen auf meiner Seite!

Respekt, dass ihr sie besucht ist echt  mutig von euch, wenn ihr nicht gleich vor langeweile sterben wollt.

Ich schreibe in diesen blog so meine Gedanken, Gedichte oder Geschichten. (Komisch oder alle Wörter fangen mit g an)

Also wenn ihr weiter lesen wollt nur zu!!!

24.11.06 22:20


BÜCHERLISTE!

Hier sind meine Lieblingsbücher:

Platz 1: Biss zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Platz 2: Krieg der Engel von Wolfgang & Heike Hohlbein

Platz 3: Stravaganza (alle drei Bände) von Mary Hoffman

14.12.06 20:46


Okay hier kommt das dritte Kapitel. Hoffe es gefällt euch immer

noch. Wenn nicht, dann kann ich es verstehen. ;-) Viel Spaß beim weiter lesen.

  

3
Kim saß in ihrem Garten. Ihre Mathehausaufgaben hatte sie gemacht. Doch von den drei Schlampen ihre Hausaufgaben, hatte sie nicht gemacht. Sie würde nichts für diese Zicken machen. Doch sie hatte auch etwas Angst. Was würden sie jetzt mit ihr machen? Kim schüttelte den Kopf.
Plötzlich hörte sie eine Stimme. Sie stand auf und lief zur Gartenmauer.
„He Phillip. Was machst du heute noch so?“, fragte ein Junge.
„Keine Ahnung. Was soll man denn jetzt noch machen?“, fragte Katlins Bruder Phillip. Der andere blieb stehen:„Wir können dir doch ne neue Freundin suchen. Du hast seid Monaten keine Freundin mehr.“.
Phillip blieb stehen:„Lukas! Du weißt doch das ich nicht so bin!“ –„Aber seid drei Monaten…“ –„Ja und? Susi hat mich eben verletzt.“.
Lukas verdrehte die Augen:„Gerade deswegen braust du doch eine Neue.“ –„Sorry aber ich bin nicht wie du!“, Phillip schlenderte. „Was bin ich denn?“, wollte Lukas jetzt wissen. „Na ja…“, Phillip steckte seine Hände in die Hosentaschen. „Du bist der Typ für eine Nacht und ich bin eben…na ja…romantisch.“ –„Ja, ja ich weiß. Du musst erst mal vertrauen finden.“, die beiden gingen weiter.
„Was ist da denn so interessant?“, fragte Bennie, der plötzlich neben Kim stand.
„Gar nichts.“, meinte Kim und drehte sich zu Bennie. „Was ist?“
„Wir können essen.“, erklärte Bennie.
„Hab keinen Hunger.“, log Kim.
„Mhm…“, Bennie schaute sie mal wieder mit seinem röntgen Blick an.
„Was?“, fragte Kim und ging an ihm vorbei. „Ach…nichts…“, Bennie drehte sich um und ging.
Kim sank in die Hängematte. Ihr Bauch knurrte und tat weh.
„Ich hab so’n Hunger…“, dachte sie und kniff die Augen zu „Aber ich werde nichts essen!“
Den Rest des Tages verbrachte sie in ihrem Zimmer. Um viertel nach zehn, ging sie schlafen.
Am nächsten Morgen musste sie sich mit Bennie das Bad teilen. „Au!“, machte Kim als sie sich mit der Schaumstoffbürste von der Wimperntusche in ihr Auge stach. Bennie verdrehte die Augen. Kim nahm als letztes Katlins Kajal. „Na toll!“, meinte sie.
„Guck mal. So macht man das!“, meinte Bennie  und zeigte es ihr.
„AUTSCH!“, schrie Kim als sie sich ins Auge stach.
„Komm ich mach’s dir!“, bot Bennie an und machte seiner Schwester den Kajal drauf.
„Danke.“, meinte Kim und schaute noch mal in den Spiegel. Sie machte sich schnell ein Toast und musste auch schon los zum Bus auch Bennie kam ihr hinterher. „HE! WOW!“, machte Katlin. Kim schaute Amber kurz in die Augen. Sie funkelte sie böse an.
„Leute, ich glaube wir müssen da mal jemanden zweigen wie wir wirklich sind!“; meinte Amber. „Wem? Der Plenske?!“, fragte Nicole. „Erraten!“, grinste Amber.
Sie kamen an der Schule an. Als Katlin bemerkte, das Amber mit schnellen Schritten näher kam, hackte sie sich bei Kim ein. Kim merkte was los war.
„Einfach weiter gehen!“, erklärte Katlin im Flüsterton. Bennie ging zu seinen Freunden. „He Phillip.“ –„He…sag mal die kleine da, ist das deine Schwester?“ –„Ja warum?“, fragte Bennie und schaute Kim hinterher. „Meine Schwester mag sie, sie redet nur noch von ihr. Wie nett sie wäre, das sie viel Geld hätte und…“; Phillip stockte. „Und?“, fragte Bennie eindringlich. „Und das Amber, Amy und Nicole ein Auge auf sie geworfen hätten.“ –„Ist das was schlimmes?“, fragte Bennie verwirrt. „Amber, Nicole und Amy…“, erklärte Luke. „Sind drei Zicken die sich ein Opfer aussuchen und den anfangen runter zu machen. Die machen vor nichts halt.“ –„Was?“, Bennie war entsetzt.
Der Schultag verlief ganz normal. Doch nach der sechsten war Kim alleine. Die Wahlpflichtfächer von Nina, Laura und Katlin waren ausgefallen. Sie stand plötzlich vor Amber, Amy und Nicole.
„Ha, hast du Mathe für morgen?“, fragte Amy. „Ich…ähm…äh…“, ganz plötzlich fand sie sich gar nicht mehr so stark wie gestern und plötzlich spürte sie einen pochenden  Schmerz am Knie:„Willst du uns etwa sagen, du hast sie nicht gemacht?“, schrie Amber. Sie schleiften Kim in eine Ecke.
„Und wo sind die 25 Euro?“, wieder sagte Kim nichts.
„DU SCHLAMPE!“, Amber gab ihr eine Ohrfeige. „BITCH!“, schrie Amy und verdrehte Kim ihren Arm. Kim schrie auf. „HALT DEN MUND!“, befahl Amber und schlug ihr gegen die Nase.
Sie fing an zu bluten. „Na kommt schon, die hat für heute genug. Und wenn du Mathe und das Geld morgen nicht dabei hast, machen wir dich so richtig fertig!“, Amber trat ihr noch mal gegen das Knie und ging. Kim rutschte an einer Wand zu Boden. Sie zitterte vor Angst und Schmerz. Warm tropfte es in ihrem Mund und sie schmeckte Blut. Sie stand auf und ging zum Bus. Doch sie traute sich nicht einzusteigen. Sie sah alles verschwommen. Der Bus fuhr ab. Kim ging einwenig herum. Ihr war schwindelig, ihre Nase blutete und alles tat ihr weh. Das letzte was sie mitbekam, war wie sie sich an irgendeiner verschwommenen Person fest hielt und dann wurde es schwarz.  
Als sie aufwachte, lag sie auf einer Couch. Sie lag in ihrem Wohnzimmer. Die Tür ging auf. „Na, wieder wach?“, fragte Bennie und stellte ihr ein Glass Wasser hin. Kim verstand gar nichts mehr. Wieder wach? Wie kam Bennie hier her? Wie kam sie hier her? Bennie bemerkte ihren Blick und erklärte:„Als ich in die Pause ging, da hab ich dich auf mich zukommen gesehen. Ich hab mit dir gesprochen, aber du hast überhaupt nicht reagiert und schon lagst du bewusstlos in meinen Armen. Ich hab versucht dich wieder wach zu kriegen, aber…
Ich hab dich dann schließlich nach Hause gebracht.“.
„Danke…“, bedankte sich Kim und setzte sich auf. „Jetzt sag mir mal, wer das mit deiner Nase war!“, meinte Bennie.
„Bin hingefallen.“, log Kim. Sie stand auf und lief in ihr Zimmer. Sofort schnappte sie sich die 25 Euro und tat sie in ihr Mäppchen, dann nahm sie die Mathehefter der drei und machte ihnen die Hausaufgaben.
Zu blöd von ihr. Sie wusste doch, was die mit ihr machen würden. Sie schaute in den Spiegel. Jemand hatte ihr Gesicht gewaschen. Das Blut war weg. Bestimmt hatte Bennie sie gewaschen.
Kim wusste nur noch eins. Und dass hatte eine tiefe Narbe hinterlassen: Nie mehr wieder, würde sie sich Amber widersetzten und nicht auf sie hören!

 

14.12.06 20:43


So hier kommt das zweite Kapitel. Hoffe es gefällt euch immer noch! 

2
Kims Wecker klingelte um halb sechs. Sofort sprang Kim unter die Dusche, bevor sich Bennie wieder für eine Stunde dort drin einschloss.
Um sechs kam Kim angezogen und frisch wieder aus dem Bad. Sofort ging Bennie ins Bad. Der kam auch nach einer halben Stunde wieder raus. Er aß gemütlich sein Frühstück genau wie seine Schwester die sich mehr um ihr aussehen kümmerte. Sie seufzte. Das würde nie was werden. Bennie beäugte sie aus den Augenwinkeln.
Kim schnappt sich ein paar Schuhe. Um viertel vor sieben rannte Kim zum Bus, Bennie ging ihr gemütlich hinterher.    
Als sie einstieg schauten alle nur auf sie. Und drei Mädchen Kim ihr bekannt vorkamen grinsten sie doof an.
Als sie nach 15 Minuten an der Schule angekommen waren, ging sie zum Seketäriat. Ein Lehrer brachte Kim zur 8e.
Als der Lehrer die Tür öffnete schaute sie erst mal in das Gesicht eines Mannes. „Ah, du musst Kim sein.“, meinte der Lehrer und trat hinaus auf den Flur. Er schloss die Tür. „Ich bin Herr Jochen, dein Klassenlehrer.“, erklärte der Lehrer. „Ich werde dich jetzt gleich rein rufen und dann kannst du dich vorstellen.“, Herr Jochen ging wieder.
„Also, ihr bekommt eine neue Mitschülerin.“, Kim trat in die Klasse.
Hinten an der Wand saßen die drei Mädchen aus dem Café.
Kim nahm tief Luft:„Ich bin Kim Münchner. Bin 14 und vor drei Tagen von Berlin hierhin gezogen.“.
„Passt ja, mit Plenske.“, kicherte Amy Amber zu. Amber grinste.
„Wo setzen wir dich denn hin?!“, Herr Jochen schaute sich in der Klasse um.
Der einzige freie Platz war neben Nicole.
„Setz dich doch bitte neben Nicole!“
Nicole schaute Jochen entsetzt an, doch Kim saß schon. „Hi Plenske. Wo hast du denn die Schuhe her? Aus dem Müll?“, fragte Nicole.
„Nicole!“, ermahnte Amber Nicole. „Entschuldige, aber meine Freunde kennen solche primitiven Mädchen wie dich nicht! Oh ich bin übrigens Amber!“, Kim schaute Amber mit offenem Mund an. „Was war das denn für eine Begrüßung?“, dachte sie.
„Aber deine Schuhe sehen echt scheiße aus Plenske. Wir sagen einfach mal Lisa Plenske zu dir, weil du so wie Lisa Plenske aus Verliebt in Berlin aussiehst.“, redete Amber weiter.
„Und denk ja nicht, wir freunden uns mit dir an!“, meinte ein drittes Mädchen mit schulterlangen blonden Haaren. „Amy hat Recht. Und du würdest besser daran tun, das zu machen, was wir sagen!“, erklärte Amber plötzlich mit einem sehr fiesen Tonfall.
„He ihr drei dahinten aufpassen!“, meinte Herr Jochen.
„Klar doch!“, meinte Nicole mit einem sehr netten lächeln auf dem Gesicht.
In der fünf Minutenpause, dachte Kim eigentlich, das alle zu ihr kommen würden und mit ihr reden würden, doch anscheinend redeten sie viel lieber über sie als mit ihr.
„He Plenske.“, jemand schlug ihr leicht auf den Hinterkopf. Kim drehte sich um.
Amber, Amy und Nicole standen hinter ihr.
„Ich hoffe du hast Mathe kapiert.“, erzählte Amber.
„Klar, warum?“, Kim ahnte nichts Gutes. „Super, dann kannst du ja auch unsere Hausaufgaben machen!“, Amber, Amy und Nicole warfen ihre Mathehefe vor Kim.
„Und wehe die sind bis übermorgen nicht gemacht! Das hat dann ein Nachspiel für dich!“, meinte Amber und trat ihr schmerzhaft gegen das Schienenbein.
Kim biss sich auf die Unterlippe.
Eine junge Frau kam rein. Die Schüler setzen sich.
„Ah du musst Kim sein. Ich bin Frau Evan. Deine Englischlehrerin.“, die Stunde
ging schnell vorbei. In der Pause ging Kim auf die Toilette. Sie schaute in einen der Spiegel, die über den Waschbecken hingen.
Sie sah doch gar nicht so wie Lisa Plenske aus. Oder etwa doch?
„He Lisa.“, meinte Amber. Erschrocken drehte sich Kim um:„Amber…Was ist?“ –„Hast du schon mal was von einer Klosteuer gehört?“, fragte Amber und stellte sich zwischen Kim und den Ausgang.
„Nein. Warum sollte ich?“, fragte Kim.
„Weil du sie jetzt bezahlen solltest. 10 Euro fürs auf Klo gehen oder 20 Euro fürs rauskommen!“.
Kim klappte der Mund auf.
„Also?“, fragte Amber.
„Aber…ich…ich habe kein Geld dabei.“, erklärte Kim.
Amber packte sie am Kracken und stieß sie mit voller Wucht gegen eins der Waschbecken.
„AH!“, schrie Kim voller Schmerz.
Zwei Sechsklässler kamen rein, doch sie gingen nur schnell in eine der Kabinen.
„Dann bring die 20 Euro eben morgen mit. Und leg noch fünf Euro drauf!“, Amber schubste sie weg und sie fiel auf den harten Boden.
Nicole und Amy, die gerade rein kamen grinsten sich an und gaben Kim einen Tritt.
Katlin, ein Mädchen aus Kims neuer Klasse kam in die Toilette.
„HE! Was macht ihr da?“, fragte sie und trat neben Amber.
„Was geht dich das denn an?“, fragte Amber.
Kim zog sich an der Wand hoch.
Amber drehte sich zu ihr um:„Denk an das Geld und vergiss Mathe nicht!“, die drei gingen.
„Alles in Ordnung mit dir?“, wollte Katlin wissen. Kim schaute sie an, ohne etwas zu sagen und ging dann.
Sie blieb bei einem schattigen Plätzchen stehen. Was hatte sie den drei denn eigentlich getan? Kims Rücken tat fürchterlich weh. Katlin stand plötzlich wieder neben ihr. Kim drehte sich zu ihr.
„Ich weiß ja nicht, wie das an deiner alten Schule war, aber hier gelten drei Regeln.
1.        Nett sein lohnt sich nicht!
2.       Sei nur zu deinen Freunden nett!
Und die 3. halte dich von Amber fern. Also, Freunde?“, Katlin schaute Kim freundlich jedoch auffordernd an.
„Mh…Na ja…also gut!“ –„Super komm mit!“.
Die beiden gingen zu zwei anderen Mädchen. Es waren Nina und Laura.
Nina hatte kurze schwarze Haare und blaue Augen.
Laura und Katlin hatten braune Haare und braune Augen.
„He.“, begrüßte Nina und auch Laura sagte nett:„Hallo!“
Die vier Mädchen redeten darüber wie sie die Schule fanden, bis plötzlich ein Junge zu ihnen kam. Er hatte blonde Haare und blaue Augen.
„He Katlin. Kannst du Mum sagen, ich geh nach der Schule mit zu Chris?!“ –„Klar. Warum?“ –„Ach, wegen so’n Referat.“, der Junge winkte ab und ging wieder.
Kim schaute dem Junge lange nach:„Wer ist das?“ –„Ach das ist mein Bruder Phillip.“, erklärte Katlin.
Es klingelte und die vier gingen in die Klasse.
„Oh, habt ihr euch mit der Plenske angefreundet?“, kicherte Amber und zupfte an ihrem Minirock rum. „Halts Maul!“, meinte Katlin und ging an Amber vorbei in die Klasse.
Als Kim vorbei ging, stellte ihr Amber ein Beinchen. Kim fiel auf den Boden.
„He was soll das?“, fauchte sie Amber an.
„Was denn? Wenn du  zu blöd zum laufen bist, ist das doch nicht meine Schuld!“; meinte Amber und ging zu ihrem Platz.
Schweren Herzens setzte sich Kim neben Nicole.
Katlin drehte sich zu ihr um und schaute sie ermutigend an.
In den zwei Stunden, hatten sie Geschie und Deutsch. Die zweite Pause war ganz okay und nach der fünften Stunde, wo sie Bio hatten, hatten sie Frei.
Katlin und Kim fuhren im selben Bus.
Amber, Amy und Nicole blieben sechs.
„Wo wohnst du eigentlich?“, fragte Katlin.
„Dort drüben in dem großen creme farbenen Haus.“ –„Wo? In der Luxusvilla?“.
Kim nickte.
Sie waren an Kims Haus angekommen.
„Willst du noch mit reinkommen?“, bot Kim an.
„Gerne.“, antwortete Katlin und die beiden ging ins Haus.
Keiner war zu Hause.
„Wow.“, meinte Katlin als sie in Kims Zimmer stand. „Du hast einen eigenen Balkon?“
Katlin setzte sich auf das weiße Ledersofa.
„Na ja…“, meinte Kim. „Oh man…“ –„Was ist denn?“, fragte Katlin und trat neben Kim, die vor dem Spiegel stand.
„Ich sehe wirklich wie Lisa Plenske aus.“ –„Sag mal spinnst du? Du siehst nicht aus wie Lisa Plenske aus Verliebt in Berlin. Keine Sorge. Dich kriegen wir schon hin!“, erklärte Katlin.
Kim wusste nicht, was Katlin damit meinte.
Katlin machte Kims Pferdeschwanz auf und schüttelte ihre Haare.
„Das sieht schon viel besser aus, wenn du deine Haare offen trägst. Also trag sie ab jetzt lieber offen.“, ritt Katlin. „Okay, mach ich.“, nickte Kim.
„Hast du ein Glätteeisen, oder so?“ –„Nein, leider nicht.“ –„Dann machen wir mit dem Gesicht weiter.“, Katlin ging zu ihrem Ranzen. Sie holte einen rosa Lidschatten, Lipgloss, Kajal und Wimperntusche raus.
„Augen zu!“, befahl sie und Kim tat was Katlin sagte.
Katlin schminkte Kim. „So fertig. Augen noch zu behalten!“, meinte Katlin und führte Kim zum Spiegel.
„Soooo und jetzt…Augen auf!“, Kim öffnete ganz langsam die Augen.
„Bin…bin ich das?“, fragte Kim.
Ihre Lippen glänzten und ihre müden, traurigen Augen strahlten.
„Jetzt suche wir dir noch ein Outfit für morgen!“, Katlin riss den Kleiderschrank von Kim auf und stöberte herum. Nach 15 Minuten hatten sie was gefunden. Eine schöne Jeans, ein weißes Top und da drauf ein blaues West.
„Jetzt soll noch einer sagen, du siehst aus wie Lisa Plenske!“, meinte Katlin und grinste. „Aber welche Schuhe soll ich anziehen?“ –„Mh…dieses Problem lösen wir nächste Woche. Dann kommst du mit shoppen. Ich muss jetzt gehen.
Ich lass dir die Schminke hier. Hab zu Hause noch genug. Bis morgen dann…“, Katlin ging. Kim lächelte. So schlecht sah sie wirklich nicht aus. Nur noch der Bauch und die Zahnspange müssten weg.
Sie hörte unten im Wohnzimmer Stimmen. Bennie und ihre Mutter waren wieder da. Kim ging nach unten.
„He!“, begrüßte Bennie sie. „Mh…Du siehst irgendwie anderes aus.“ –„Anderes? Wie anders? Besser anders oder schlechter anders?“, fragte Kim schnell.
„Besser!“, meinte Bennie.
Ihre  Mutter kam in die Küche:„He Schatz. Mh…das sieht hübsch aus.“, Kim lächelte glücklich ihre Mutter an. „Und wie war dein erster Schultag in der neuen Schule?“.
In Kim verkrampfte sich etwas. „Also…war ganz toll.“, log Kim. Da fielen ihr die 25 Euro wieder ein. „Ich geh wieder in mein Zimmer.“, Kim drehte sich schnell um und ging. Bennie ging ihr nach und klopfte an der Tür von Kim.
„He. Was ist los?“, fragte er und machte die Tür ganz langsam zu.
„Nichts. Was soll denn schon sein?“, log Kim. Bennie schaute sie skeptisch an:„Du sollst mich doch nicht anlügen!“, Bennie setzte sich neben Kim aufs Bett.
„Aber ich lüge dich doch gar nicht an.“ –„Ach wirklich?“, fragte Bennie. „Wirklich. Warum sollte ich dich anlügen?“ –„Keine Ahnung. Ich glaube dein Tag war doch nicht so toll. Schließlich sahst du in der Pause gar nicht glücklich aus.“ –„Doch war er. Ich hab schließlich schon eine Freundin gefunden.“, erklärte Kim ihren Bruder Bennie.
„Außerdem, warum sollte ich Probleme haben, jeder mag mich.“, log sie.
„Na dann…“, Bennie stand wieder auf und ging zur Tür, er drehte sich noch mal  zu ihr um, seufzte und ging aus dem Zimmer.
Kim hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen. Sie hatte ihren Bruder angelogen.
Kim ging zu einem Schrank und nahm ihr Portmonee. Dort waren hundert Euro drin. Das Taschengeld von zwei Monaten.
Sie nahm zwei Zehner und einen fünfer Schein raus. Warum tat sie das eigentlich? Sie war doch stark! Eine Regel war zwar sich von Amber fern zu halten, aber das ging nun nicht mehr. Sie steckte die 25 Euro wieder weg.
9.12.06 13:57


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung